Diakon mit Zivilberuf Heinz-Peter Wilbertz

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

heute darf ich mich Ihnen als Ihr Diakon vorstellen. Ich heiße Heinz–Peter Wilbertz, bin 53 Jahre alt, unverheiratet, lebe also zölibatär und wohne im Stadtteil Oberwerth in einer kleineren Zweizimmerwohnung. In meinem Zivilberuf arbeite ich als Fachkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie für die zentrale Notaufnahme im Evangelischen Stift.

Ich bin in einem „gutkatholischen Elternhaus“ in Mayen aufgewachsen, aber in meiner bisherigen Heimatpfarrei St. Josef tatsächlich dann erst umfassend religiös sozialisiert worden. Dort liegen für mich auch die Wurzeln für den Dienst in der Kirche. Ich habe mich zunächst als Lektor und Kommunionhelfer engagiert. Dazu kam dann später die Gremienarbeit im Pfarrgemeinde- und im Pfarreienrat. Ich war Mitglied der „Jungen Kirche“ und singe bis heute begeistert im Kirchenchor. Darüber hinaus darf ich als Tenor des „Vokalensembles Lay“ das musikalische/geistliche Leben von Lay mitgestalten. Seelsorglich tätig bin ich seit einigen Jahren in der Krankenkommunion für das Krankenhaus Kemperhof. Vielleicht haben ja diese zarten Anknüpfungspunkte an Moselweiß Bischof Dr. Stephan Ackermann dazu bewogen, mich nach meiner Diakonenweihe zum Ständigen Diakon mit Zivilberuf in ihrer Pfarreiengemeinschaft einzusetzen.

Papst Franziskus hat kurz nach seiner Ernennung einen Satz gesagt, der vielen von Ihnen sicher noch in guter Erinnerung ist: „Jetzt beginnen wir diesen Weg, Bischof und Volk“ Dieser Satz hat mich damals sehr beeindruckt! Und wenn ich jetzt als frisch geweihter Diakon in Ihren Pfarreien meinen Dienst für Sie ausüben darf, dann möchte ich Ihnen zusagen: Gemeinsam mit Ihnen will ich mich auf den Weg machen in eine Zukunft, die für unser pfarrgemeindliches Leben viele Fragen offen hält. Bischof Stephan hatte bereits bei der Diakonenweihe am Pfingstsamstag 2017 den neuen Diakonen im Hinblick auf die Umsetzung der Bistumssynode zugerufen: „Sie sind geweiht in eine spannende Zeit hinein“.

Wie aber wird sie aussehen, die Zeit und das Leben in den Pfarreien der Zukunft? Vieles ist noch unklar, aber eines steht bereits jetzt fest. Mehr denn je wird das kirchliche und pfarrgemeindliche Leben von den Menschen vor Ort, oder besser gesagt vor den Kirchorten, abhängen. Mit Claudia Hofrichter träume ich von einer Kirche, die „offen ist für alle Menschen, die ihnen zuhört, die eine Sprache spricht, die die Menschen verstehen … die an das Gute im Menschen glaubt, die den Gescheiterten Hoffnung und Zukunft schenkt … die aufzeigt, wie Menschen miteinander leben können, die ungerechte Strukturen aufbricht und aus dem Evangelium heraus handelt … die die Menschen ernst nimmt mit ihren Sehnsüchten und Wünschen, die mit Gott rechnet mitten im Alltag, und stets unterwegs ist mit ihm.“

Dass diese Träume Wirklichkeit werden und bleiben, daran möchte ich mit Ihnen zusammen arbeiten. Auf eine gedeihliche und segensreiche Zeit mit Ihnen im Weinberg des Herrn.

Ihr Diakon Heinz-Peter Wilbertz